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Dyr Brehm Friedl, vollstöndig Brehm Friedel Karl, war ayn Raichter °Redakteur° und Schriftstöller, zvürderst aber als Verlöger ayn wichtige Gstaltt für de bairische Mundartdichtung.

Sein Löbn[]

Dyr Brehm Friedl ist eyn n 21. Wunnmaands 1917 z Duisburg in n Ruergebiet geborn und eyn n 18. Oostermaands 1983 z Feldyfing an n Starnberger See gstorbn. Als Kind von bayrische [1] Ölttern gfüelt yr si in dyr Schuel allweil ayn Weeng ausgrentzt und dyrbleckt. Seine Ölttern warnd übrigns aus Würtzburg, und seinn Vatern hiet s daa aushin als Laitter von aynn Stahlwerch verschlagn. Ob yr ietz aynn "bayrischn" Zungennschlag hiet older nit, er zog si auf aynn iedn Fall von ieher gern ayn Weeng zrugg und gflüchtt si unter Andern in d Flauder °Literatur°.

Z Bayern[]

Sein Brootberuef − er hiet seit 1955 ayn föste Raichterstöll bei dyr Süddeutschn Zeitung − gmueß von Anfang an hinter sein aigntlichs Löbn zruggtrötn: 1957 war s Geburtsjaar von n Friedl Brehm Verlag, older, wie yr n aau gern gnennt, von n Verlaegerl. Daa gschart yr naach und z naach allerlai Schriftstöller umydum, und schließlich gentwicklt si er mit n Verlaag zo aynn Kristlungskern für de gantze neuische bairische Mundartdichtung, und drüber aushin. Raichter war yr aber aau seit 1958 bei dyr Weiß-Blauen Rundschau, dyr Zeitschrift von n Bayernbund, und dös gieng sogar hübsch lang guet, hinst 1982. Daa gschnallt s aft gscheid, weil si dyr Brehm Friedl närrisch stimpfig über dös gäussert, was vil "Beruefsverboter" gnennend, d Untersuechung, ob ayn kümftiger Amptner nit öbbenn ayn Staatsfeind sei.

S Verlaegerl und de Zeitschrift Schmankerl[]

Von aussn ist dyr Brehm-Verlaag bsunders durch de Brilln von dyr seit 1969 besteehetn Zeitschrift für bairische Mundartdichtung Schmankerl wargnummen wordn. Zwaar erschin s grad halbjaerlich, aber dyr Inhalt +war schoon öbbs Gschmäckigs: Es war dyr gantze bairische Spraachraum vertrötn, und ieweils ain "Gast", zo n Beispil ayn Kölner, Berner older Sibnbürger. Es war de Zeit, daa wo dyr Grabnkampf zwischn zwo grundlögete Richtungen in dyr Mundartdichtung gatobt, die wo aynander glieb "Almveigerldichter" und "modern mundart" gnennend. Lössterne warnd die, wo oft wirklich allss klain schribnd, allss anderne als wie "haimettüemlet" sein gwollnd und daamaals aau gern als Winsterne bekannt warnd. Die gsötznd si aau durch; kain Wunder, gabzaichnet si doch aau dyr Brehm Friedl gern als "küniglich-bayrischn Antöberer" [2]. Dyrbei war yr aber ayn Seel von aynn Menschn, der wo aau yn de Andern kain Veigerl auszupft haet.

Naach seinn Hinzug[]

S Schmankerl ist naach n Brehm Friedl von n Berlinger Joseph und Grill Harald hinst 1986 weitergfüert wordn. Önn Verlaag gaab s non hinst 1989; er ist aber 2003 neu gründdt wordn.

Wer bei n Verlaegerl allss gschribn haat[]

Nöbn de viln Schmankerl-Beitrager warnd dös zvürderst d Hölle Margret, dyr Berlinger Joseph, Bünker Bernhard C., Buck Christian, Eckl Helmut, Grill Harald, Hoerburger Felix, Kapfer Herbert, Meilhamer Hanns, Mitterer Felix, Müller Hanns Christian, Oppler Wolfgang, Polt Gerhard, Reichert Karl-Ludwig, Scharf Hardy, Schlierf Werner, Schweiggert Alfons, Sölderer Ossi, Setzwein Bernhard, Sigl Albert, Ücker Bernhard und Wittmann Josef.

Anmörkungen:

  1. In dyr Buechspraach haisst Bayern an sir Beiern; dö Schreibung daader für n Freistaat und d Ablaittungen dyrvon richtt si naach n Weigglwelt-Richtzesn [1]
  2. Anarchist − Ant-öberer, wie Volks-öberer °Demokrat° usw. bilddt.

Über n Verlaag und d Mundartdichtung[]

  • Fernand Hoffmann / Josef Berlinger: Die neue deutsche Mundartdichtung. Tendenzen und Autoren dargestellt am Beispiel der Lyrik. Georg Olms Verlag, Hildesheim / New York 1978
  • Bernhard Setzwein: Käuze, Ketzer, Komödianten. Literaten in Bayern. München 1990

In n Nötz[]

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